Perspektive DVT – „Das Ärzteteam der Nordpark Praxisklinik”

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Perspektive DVT – Eine klare Entscheidung für das DVT: Das Ärzteteam der
Nordpark Praxisklinik


Erschienen in: Sophisticated Computertomographic Society, Frühjahr 2021 – Ausgabe 3
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Nordpark Praxisklinik | Dr. Georg Sellmann, Arbaab Saqib Awan, Dr. Ingo Brach


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Mittwoch, 31.03.2021

Dr. Georg Sellmann, Arbaab Saqib Awan und Dr. Ingo Brach im Interview

In Mönchengladbach leiten Dr. Georg Sellmann, Arbaab Saqib Awan und Dr. Ingo Brach die auf Orthopädie und Unfallchirurgie spezialisierte Nordpark Praxisklinik. Der Schwerpunkt liegt hier nicht nur auf der konservativen Orthopädie, sondern u.a. auch auf der arthroskopischen Chirurgie, der Gelenkchirurgie oder auch der Chirotherapie. Im Januar 2020 haben sich die Mediziner dazu entschlossen, ihr Diagnostikspektrum durch das SCS zu erweitern, um ihren Patienten eine noch schnellere Therapieplanung anbieten zu können.

Die Entscheidungsfindung im Team

Die drei Ärzte haben jeweils zeitversetzt und auf unterschiedlichem Wege von der hochwertigen SCS Bildgebung erfahren: Während Dr. Brach durch publizierte Artikel auf der Website des BVOU auf diese aufmerksam geworden ist, konnte sein Kollege Dr. Sellmann selbst als Patient bei einem Kieferchirurgen erste Erfahrungen mit der schnellen Diagnostik mithilfe eines DVT machen. Herr Awans Interesse wurde hingegen in einem persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer der SCS, Herrn Dr. h.c. Markus Hoppe, geweckt.

Um nun eine gemeinsame Entscheidung treffen zu können, haben sie sich dazu entschlossen, das System an einem der Hospitationsstandorte live zu erleben. Dieses hat dabei einen überzeugenden Eindruck bei den Medizinern hinterlassen: „Ich war begeistert von der Bildqualität, der schnellen Diagnostik und Therapieplanung“, so Dr. Sellmann.
Nachdem sie sich also für eine Implementierung entschieden haben, erhielt das Praxisteam eine direkte Unterstützung durch das SCS Team.

„Es kam ein Mitarbeiter, um sich unsere Räumlichkeiten anzuschauen und die Wände strahlungssicher zu machen. Das Gerät wurde dann spektakulär über einen Kran in die Praxis transportiert, weil es leider nicht über unseren Aufzug funktioniert hätte“, sagt Herr Awan mit einem Schmunzeln. Die anschließende Schulung verlief ebenfalls einwandfrei, sodass sie schnell startklar waren und mit der Diagnostik beginnen konnten.

Die Vorteile der SCS Bildgebung

Für das Praxisteam und vor allem für die Patienten ist die Anschaffung des SCS ein riesen Benefit. Es gibt nicht nur eine deutlich geringere Strahlenbelastung, sondern es ist zudem bei der Betreuung von Sportlern, die den Großteil der Patienten ihrer Praxis ausmachen, deutlich einfacher komplizierte Fragestellungen zu klären. „Gerade bei Sportlern können wir nun zeitnah und in unseren Räumlichkeiten die Diagnostik abschließen und haben durch das SCS eine viel größere Sicherheit bei Verletzungen im Bereich des Fußes, denn manche Verletzungen sind auf dem 2-D-Bild nicht sichtbar“, sagt Dr. Brach hierzu. Besonders interessant sind für sie auch die Belastungsaufnahmen sowie die Möglichkeit, nicht nur knöcherne Strukturen, sondern durch Kontrastmittelgabe z.B. auch Meniskusrisse oder Knorpelveränderungen darzustellen: „Das hätten wir ohne dieses Gerät nicht gekonnt.“


Der größte Zugewinn ist laut Dr. Sellmann allerdings, dass das therapeutische Konzept sehr schnell und zudem ohne einen weiteren Arztbesuch festgelegt werden kann. Es gibt keine Wartezeiten und niemand muss zur weiteren Behandlung erst zum Radiologen geschickt werden: „Früher war es so: Wenn ein Patient mit einer Verletzung z.B. am Fuß zu uns kam und man auf dem Röntgenbild nichts gesehen hat, dann musste man zwangsläufig eine weitere Schnittbildgebung machen.“ Erst nach dem Termin beim Radiologen konnte man ein therapeutisches Ziel festlegen – das ist heute schon innerhalb weniger Minuten in der eigenen Praxis möglich und kann direkt mit dem Patienten besprochen werden.

Auch Herr Awan hebt diesen Aspekt nochmal hervor: „Wir kennen unsere Patienten am besten – wissen, wo die Schmerzen sind und worauf wir genau achten müssen.“ Durch die schnelle Diagnostik und der sofortigen Therapieplanung mithilfe des SCS haben sie daher eine verbesserte Versorgung des Patienten geschaffen, so Dr. Brach.

Einladung zur Hospitation in der Nordpark Praxisklinik

Die genannten Vorteile bewegen das Ärzteteam dazu ihren Kollegen zu empfehlen, das System einmal live zu erleben: „Für uns ist das SCS so ein Benefit, sodass wir jedem, der das mal erleben möchte, die Möglichkeit geben bei uns in der Praxis zu hospitieren“, betont Dr. Sellmann.

Abschließend hält Dr. Brach noch einmal fest, dass die Anschaffung des SCS einen großen Nutzen für Patient, Praxis und für sie als Arzt mit sich gebracht hat. Sie verfügen nun über eine sehr große Patientenzufriedenheit, eine höhere diagnostische Sicherheit sowie einen viel flüssigeren Praxisablauf. „Die Diagnostik und nachfolgende Therapie kann nun mit einem Arztkontakt erledigt werden – wir haben alles in einer Hand.“




Fallbeispiel (Dr. Sellmann)

Es folgt die Fallvorstellung einer 69-jährigen Patientin, welche im September 2020 mit Schmerzen im Vorfuß bei uns vorstellig war. Im Vordergrund stand ein Ruheschmerz mit gestörter Nachtruhe, aber auch ein Belastungsschmerz. Die Röntgenaufnahmen zeigten nichts Auffälliges, bis auf den bereits bekannten hallux valgus Grad 2 und keinen wesentlichen Verschleiß der Großzehe. Wir haben aufgrund des Ruheschmerzes und dem Verdacht eines Knochenmarködems ein MRT veranlasst.
In diesem zeigte sich dann ein Bone Bruise im Os cuneiforme 3 sowie in der Basis MFK 2 und 3. Wir haben zunächst mit einer Einlagenversorgung und einer Schuhzurichtung mit Abrollsohle konservativ therapiert. Aufgrund des Bone Bruises wurde zusätzlich hoch dosiertes Vitamin D und eine physikalische Gefäßtherapie mit Bemer über fünf Wochen (zweimal pro Woche) verordnet. Hierdurch kam es zu einer Besserung des Ruheschmerzes, allerdings war der belastungsabhängige Schmerz noch vorhanden.
Im Dezember folgte dann eine weitere MRT-Aufnahme bei vornehmlich belastungsabhängig vorliegenden Beschwerden. Hier konnte eine nur unwesentliche Besserung im Vergleich zum Status im September 2020 mit immer noch deutlichem Bone Bruise in der Basis des MFK 3 und des Os cuneiforme 3 festgestellt werden. Die Patientin berichtete, dass der stechende Fußschmerz weg sei, aber unterschwellig immer noch ein permanenter Schmerz vorhanden wäre. Wir haben dann eine Aufnahme mit dem SCS unter Belastung durchgeführt, welche erstmals eine relativ isolierte Arthrose im oberen Anteil des MFK 3 und des Os cuneiforme 3 zeigte. Hier war der Gelenkspalt komplett aufgehoben – im unteren Anteil des Gelenks aber noch relativ gut ausgebildet. Wir haben dann zur Frage der Arthrodese eine Überweisung zur Fußchirurgie ausgestellt.
Im Röntgenbild hat man diesen Verschleiß in dieser Weise nicht erkennen können. Die MRT-Aufnahmen haben bereits vermuten lassen, dass an der betreffenden Stelle relativ isoliert etwas sein müsste, das Gelenk selbst konnte man allerdings nicht ausreichend beurteilen – insbesondere durch die Mitreaktion des Knochens und des Bone Bruises. Durch das hochauflösende CBCT konnten wir diese kleinflächig-isolierte Arthrose im Fußwurzelbereich erkennen, sodass bei einer eventuellen Versteifungsoperation nur ein kleinerer Eingriff notwendig wäre, da der Hauptteil der Fußwurzel noch intakt ist.


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Fallbeispiel (Herr Awan)

Es folgt die Fallvorstellung einer 44-jährigen Patientin: Die Vorstellung erfolgte im November 2020, nachdem sie auf einer Treppenstufe ausgerutscht und mit dem rechten Fuß umgeschlagen ist. In der Röntgendiagnostik des rechten OSG und des rechten Fußes in zwei Ebenen war keine eindeutige Fraktur festzustellen. Aufgrund der Beschwerdesymptomatik erfolgte die Untersuchung mittels SCS. Hier konnte dann aber festgestellt werden, dass eine Fraktur der Facies lateralis und anterior des Os cuboideum mit Gelenkbeteiligung und diskreter Dislokation vorlag. Die Therapie erfolgte mittels Teilbelastung im Vacopedes für sechs Wochen. In der SCS Kontrolle zeigte sich schließlich eine Konsolidierung der Fraktur.


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Fallbeispiel (Dr. Brach)

Anfang Mai stellte sich ein 59-jähriger Mann mit einem Verdrehtrauma des rechten Fußes bei uns vor. Zur Vorstellung kam er mit einem deutlich rechts-hinkenden Gangbild und bei der klinischen Untersuchung zeigte sich dann eine endgradige Einschränkung des rechten Sprunggelenks mit Druckschmerz im Bereich des Mittelfußes. Die Bänder in Bereich von Sprunggelenk und Mittelfuß waren in der klinischen Untersuchung stabil, es zeigte sich allerdings eine massive Schwellung am Mittelfuß und zudem eine Bildung eines Hämatoms an der Fußsohle. In der primär durchgeführten Röntgendiagnostik in zwei Ebenen konnte zunächst keine Fraktur dargestellt werden. Wir haben uns folglich dazu entschlossen, eine SCS Untersuchung des rechten Fußes durchzuführen, und in diesen Bildern konnte man dann schließlich eine mehrfragmentäre Processus anterior calcanei Fraktur ohne Dislokation erkennen. Wir haben mit dem Patienten besprochen, dass eine temporäre Transfixierung, also eine operative Stabilisierung, möglich wäre – dies wurde nicht gewünscht. Somit haben wir eine konservative Therapie mit einem Vakuum Stiefel für sechs Wochen eingeleitet. Bei der Kontrolle zeigte sich im SCS dann eine gute Kallusbildung, sodass wir folglich eine sukzessive Aufbelastung durchführen konnten. Bei der letzten Kontrolle drei Monate nach der Fraktur, war der Patient schließlich wieder unauffällig im Gangbild und konnte auch schon wieder moderate sportliche Aktivitäten durchführen.
Diese dort gefundene Fraktur kann man grundsätzlich auf einem normalen Röntgenbild nicht so leicht sehen oder sogar häufiger mal übersehen. Hier hat uns das SCS also vor einer falschen Therapie und einer fehlgeleiteten Behandlung geschützt.


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Erschienen in: Sophisticated Computertomographic Society, Frühjahr 2021 – Ausgabe 3
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